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Das erfolgreiche Implantat

Ein gesetztes Implantat benötigt allzeitig Primärstabilität, damit von der Grenzfläche Knochen in die Mikrorauhigkeit der Implantatoberfläche einwächst. Dies alleine genügt aber nicht, es muss zusätzlich eine biologische Integration erfolgen.

Die Oberfläche eines Titankörpers oxidiert mit zwei Sauerstoffatomen pro Titanatom. Hier bindet sich ein Wasserstoffatom aus der Luftfeuchtigkeit an. Es entsteht quasi eine chemische Tarnkappe, die eine biologisch attraktive Oberfläche repäsentiert. Hier können sich dann sämtliche serologischen Komponenten mit starken chemischen Bindungen ausbilden, so dass neben der mechanischen auch eine biomolekulare Verbindung entsteht. Da dies Leistungen der Knochenstrukturen sind, benötigen diese Vorgänge, wie bei einem Beinbruch auch, ein intaktes Knochenlager und unbelastete Zeitabstände, in der Regel 3 Monatsabschnitte.

Nach heutiger Anschauung sollte die Prognose für eine funktionelle Liegezeit bei ca. 20 Jahren im statistischen Mittel liegen.
Ich strebe in jedem Fall kompromisslos mit einer durchweg optimalen Konzeption an, die Langzeitprognose in der bessere Hölfte der Statistik zu verlagern.

Das erfolgreiche Implantat

Histologischer Aspekt Übergang von primärer Stabilität zu knöcherner Integration