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Titan oder vollkeramisches Implantat

Die Kenntnis der verantwortlichen Oberflächenchemie als entscheidender Faktor für die biologiscge Integration eines Titankörpers hat verständlicherweise dazu geführt, andere Stoffe mit der gleichen Oberflächenmodalität in den Fokus zu rücken. Hierbei zeigte sich Zirkondioxyd als hochleistungskeramischer Werkstoff als eine adäquate Alternative.

Während beim Titankörper nur an der Oberfläche die Dioxydchemie vorliegt und darunter ein reiner Metallkörper vorliegt, ist beim Zirkondioxyd wie der Name schon sagt die Oxydierung mit 2 Sauerstoffatomen durch und durch gegeben, was zu einem vollkeramischen Werkstoff führt.
Die Frage ist ob hier die vorliegende Metalloxykeramik noch metallische Eigenschaften hat, kann man verneinen, da der Stoff völlig inert ist und keine Oberflächenionenladung oder elektrische Leitfähigkeit hat. Dies verdeutlicht sich in einer wesentlich besseren Biokompatibilität zu den Weichteilen und einer viel geringeren Anfälligkeit gegenüber entzündlichen Zahnfleischeinwirkungen.

Titan oder vollkeramisches Implantat

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